Wenn Kühe mit Blumenschmuck heimkehren, antworten Lieder dem Schallen der Schellen. Schritte werden Rhythmus, Brücken winken, Kinder lachen. Auf dem Weg spielt das Örgeli alte Reigen, während am Ziel Zither, Geige und Tanzboden übernehmen. In diesem Wechsel aus Marsch und Dreher spürt man Dankbarkeit für Sommerglück, heiles Vieh und die Hände, die alles zusammenhielten.
Zwischen Advent und Ausklang der Rauhnächte treffen tiefe Trommeln, Läutbräuche und Flöten auf raue Masken. Klänge bannen Dunkel, erzählen von Hoffnung, und die warme Küche wird zum Backstage. Flüsternde Strophen stehen neben donnernden Refrains, Kinder üben leise, Alte führen sicher. Musik schützt, neckt, begleitet, bis der erste helle Morgen die Nachbarschaft neu zusammenführt.
Resonanzholz wächst hoch, wo Winter lang sind. Manche schwören auf Mondphasenholz, im Jänner gefällt, damit Säfte ruhen. Beim Aufschneiden zeigt sich Faserlauf, Dichte, Geruch. Ausgehobene Decken klingen beim Klopfen unterschiedlich, und wer sie paaren kann, findet jene Mischung aus Elastizität und Steifigkeit, die später selbst leises Anzupfen in ferne Ecken trägt.
Ursprünglich war es ein Naturhorn der Herden. In geduldigen Schritten wird der Stamm halbiert, ausgehöhlt, konisch geführt und wieder zusammengefügt, mit Rinde oder Rohr gebunden, mit Öl geschützt. Das Anblasen lehrt Sparsamkeit im Atem. Gute Handwerkerinnen hören im Rohling schon die spätere Intonation, justieren Bohrung und Becher, bis Berg und Horn miteinander sprechen.
All Rights Reserved.