Mit einer analogen Armbanduhr lässt sich die Himmelsrichtung grob bestimmen, wenn du den Stundenzeiger zur Sonne ausrichtest und die Winkelhalbierende zu Süden nimmst. In den Alpen verändern Relief und Schatten das Gefühl für Richtungen; prüfe deshalb immer gegen die Karte. Nutze Schattenlängen, um Tagesfortschritt abzuschätzen. Diese improvisierten Methoden ersetzen keine Peilung, stabilisieren aber Entscheidungen, wenn die Sicht wechselt.
Grate, Rinnen, Terrassen und Bänke leiten natürliche Bewegungen. Wer die Karte an diese Formen koppelt, findet flüssige Linien durch scheinbar chaotisches Gelände. Lege in Gedanken Wasser über die Karte und frage: Wohin würde es laufen? Diese Übung offenbart oft die einfachste Querung. Halte Ausschau nach Schneezungen, die Traversen glätten, und nach Moränen, die als sanfte Rücken sichere Wegführung übernehmen können.
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